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Ratgeber zur Terrarium-Beregnung

Ratgeber: Beregnungsanlagen

Terrarium beregnen - Grundlagen

Um mit einer Beregnungsanlage eine biotopspezifische und artgerechte Befeuchtung Ihres Terrariums zu ermöglichen, sollten Sie sich eingehend mit den natürlichen Klimaverhältnissen, in welchen die gepflegten Tiere leben, vertraut machen. Bei den meisten tropischen oder subtropischen Spezies liegt die Luftfeuchte in den Morgen- und Abendstunden am höchsten.
Ebenso findet bei Bewohnern von Wüsten- und Steppengebieten eine Abkühlung in der Nacht statt. Am Morgen finden sich Tautropfen auf dem Substrat welche die Tiere aufnehmen um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Da ein Terrarium mit seinem relativ kleinen Volumen bestimmten Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen unterliegt welche über Heizelemente, Beleuchtung sowie über die Lüftungsflächen passiv oder aktiv mit Lüftern reguliert werden können, spielt die optimale Steuerung und die Menge des Niederschlags eine sehr wichtige Rolle.
In der Nacht sind die Temperaturen im Terrarium meist etwas niedriger als am Tage. Dies ergibt sich daraus, dass zum Beispiel Heizelemente oder Beleuchtung nachts ausgeschaltet werden. Durch die Beheizung und Beleuchtung verdunstet somit die Feuchtigkeit am Tage schneller als in der Nacht. In der Nacht sinken die Temperaturen meist wieder ab und die Luftfeuchtigkeit steigt.

Wird ein Terrarium beregnet, dann gilt auch besonderes Augenmerk dem Ableiten von überschüssigen Beregnungswasser. Wasser, welches über die Düsen in das Terrarium gelangt und nicht über den regulären Verdunstungsprozess abgeleitet werden kann, sollte über einen Terrarium-Abfluss abgeführt werden. Dies ist bereits in der Planungsphase bzw. dem Terrarienbau mit zu berücksichtigen.

Ich möchte mir eine Beregnungsanlage für mein Terrarium kaufen, kann mich aber aus der Vielzahl der Angebote nicht entscheiden. Welche Beregnungsanlage bietet speziell für mein Terrarium die optimale Performance?

Das hängt von vielen Faktoren ab und oftmals sind es kleine Details bei der Planung einer Beregnungsanlage welche am Ende entweder Freude oder Ärgernis beim Kunden auslösen können.
Als Orientierungshilfe für Sie haben wir im Bereich: Beregnungsanlagen eine hilfreiche Filterfunktion bereitgestellt.

Wenn Sie eine individuelle Empfehlung von uns erhalten möchten, beantworten Sie vor dem Einkauf folgende Fragen:

  • Wie viele Terrarien möchten Sie beregnen?
  • Aus welchem Material besteht das Terrarium?
  • Wie groß ist das Terrarium?
  • Wo steht das Terrarium? (Schlafraum, Wohnzimmer, Hobbyraum, Kinderzimmer...)
  • Welche Tiere/Pflanzen bewohnen das Terrarium?
  • Welchen Härtebereich (°dH)hat Ihr Leitungswasser?
  • Befindet sich die Beleuchtung/Wärmequellen innerhalb oder außerhalb des Terrariums?
  • Welche Einbaubedingungen für Pumpe und Wassertank sind vorhanden?
  • Sollte die Beregnungsanlage erweiterbar sein?
  • - Stören Sie Pumpengeräusche? (Ein sehr wichtiger Punkt!)
  • Welches finanzielle Budget haben Sie eingeplant?

Senden Sie uns Ihre Anfrage einfach über unser Kontaktformular und wir melden uns in Kürze bei Ihnen mit einer entsprechenden Empfehlung für Ihr Projekt.

Beregnen, bewässern oder nur Luft befeuchten?

Beregnung ist nicht gleich Beregnung. Je nach Lebensraum der gepflegten Art, stellt diese auch entsprechende Anforderungen an die Klimaverhältnisse in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit bzw. Niederschläge.
So verlangen beispielsweise Arten wie Laubfrösche massive und längere Niederschläge zur optimalen Fortpflanzung, andere hingegen, wie beispielsweise Bewohner von Steppen oder Wüstenbiotopen, verlangen lediglich am Morgen etwas Niederschlag in Form von Tautropfen.

Zur Beregnung und zum Bewässern sollten grundlegend Beregnungsanlagen mit Düsen eingesetzt werden, welche einen mittleren bis hohen Wasserdurchsatz gewährleisten. Um hier die "Tröpfchengröße" verhältnismäßig grob zu realisieren, sollten diese immer in Verbindung mit Druckpumpen eingesetzt werden welche eher einen geringeren Druck aufbauen, bzw. welche sich im Druck regeln lassen.
Werden diese Sprühdüsen in einem Druckbereich zwischen 2 und 5 bar betrieben, kann eine Art "Nieselregen" im Terrarium erzielt werden.
Soll das Beregnungssystem zur Luftbefeuchtung im Terrarium dienen, kommen ausschließlich Nebeldüsen zum Einsatz. Diese benötigen zur optimalen Feinstvernebelung höhere Drücke, bestenfalls zwischen 12 und 25 bar, um das Beregnungswasser in kleinste Aerosole zu zerstäuben.
Somit kann mit geringstem Wassereinsatz ein microfeiner Nebel generiert werden welcher optimale Luftbefeuchtung erzielt.

Beregnungsanlage selber bauen oder als Kompaktsystem?

Das ist in erster Linie eine Frage der Ästhetik sowie auch handwerklicher Fähigkeiten. Möchten Sie die Pumpeneinheit eher in einem kompakten Gehäuse verbaut, eventuell mit integrierter Steuerung? Oder genügt es Ihnen, wenn die Pumpe der Beregnungsanlage ohne Gehäuse, zur individuellen Installation im Terrarien-Unterschrank ausgeführt wird?
Wir bieten Ihnen mit unserem Sortiment beide Möglichkeiten, als Kompakt-Beregnungsanlage oder alternativ als Bausatz-Beregnungsanlage zum selber bauen.

Bei Beregnungsanlagen als Kompaktsystem handelt es sich um eine Pumpeneinheit im Gehäuse, meist inklusive eines zugehörigen Düsensystems, jedoch meist nur mit limitierter Düsenanzahl. Kompaktsysteme sind jedoch auch zusätzlich um weitere Düsen erweiterbar. Entsprechende Düsen-Set’s bieten wir für jedes Kompaktsystem an.
Beim Beregnungsanlagen Bausatz werden die einzelnen Komponenten wie Druckpumpe, Düsen, Verbinder und Schlauchlängen in flexiblen Zusammenstellungen angeboten. Der Aufbau bzw. die Montage eines Bausatzes ist auch für einen Laien ohne große Mühe realisierbar.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass für kleinere bis mittlere Terrarien die kompakte Variante sowie auch die Bausatz-Beregnungsanlage geeignet ist.
Für größere Terrarien-Biotope oder gar Terrarienanlagen zur Zucht ist meist der Bausatz die einzige vernünftige Lösung da dieser die notwendige Flexibilität in Bezug auf Anzahl von Düsen, Pumpenleistung sowie auch Schlauchlängen mit sich bringt.

Ich möchte meine Beregnungsanlage individuell zusammenstellen. Wie lege ich das Beregnungssystem optimal aus?

Das richtet sich vorrangig nach folgenden Parametern:

Möchten Sie beregnen oder nur die Luftfeuchtigkeit erhöhen / konstant halten?
Wie groß ist das Terrarium (LxBxH)?
Wie viele Terrarien sollen befeuchtet werden?
Welche Tierart wird gepflegt?

Mittels dieser Angaben können Sie zum Einen die richtige Pumpe sowie weiterführend auch den richtigen Düsentyp für Ihr Beregnungs-Projekt bestimmen.

Wie steuere ich meine Beregnungsanlage optimal?

Grundsätzlich können unsere Beregnungsanlagen über eine Zeitschaltuhr, einen Timer mit Sekundenfunktion oder aber über einen Feuchtigkeitssteuerung mit Sensor, welcher die Luftfeuchtigkeit im Terrarium misst, angesteuert werden.
Für kleinere oder mittlere Terrarien Paludarien oder Vitrinen bis 100 cm Länge hat sich die Steuerung über eine Sekunden-Schaltung bewährt, da mit dieser Art von Beregnungs-Steuerung eine bessere Dosierung des Wassereintrages möglich ist.
Sollte ein Hygrostat mit Luftfeuchtigkeitssensor zum Einsatz kommen, so ist unbedingt für eine entsprechende Luftzirkulation und Luftaustausch zu sorgen, z.B. mit Terrarienlüftern zur Luftumwälzung, da andernfalls bei der nächtlichen Temperaturabsenkung im Terrarium die daraus resultierende höhere Luftfeuchtigkeit im Luftfeuchtefühler kondensieren könnte. Dementsprechend könnte der Feuchte-Messwert am Sensor, insbesondere bei kleineren Terrarien mit limitiertem Luftaustausch, dann ungenaue Werte liefern und die Steuerung der Beregnung wäre nicht zielführend.

Grundsätzlich empfehlen wir:

Beregnen Sie immer nur so lang wie notwendig, lieber mehrmals und kurz am Tag als einmal zu lang. Da der Verdunstungsprozess im Terrarium aufgrund von Luftzirkulation und Temperaturverhältnissen immer nur limitiert stattfindet, ist es von Vorteil so wenig wie möglich Wasser in das Terrarium einzutragen.
Die Beregnungszeit pro Intervall sollte im normalem Anwendungsfall im Sekundenbereich liegen, dafür jedoch mehrmals täglich. Bewährt hat sich eine maximale Laufzeit von 10 bis 40 Sekunden je Intervall und Größe des Terrariums. Um eine optimale Laufzeit des Beregnungssystems auzuloten, sollten die Luftfeuchte- und Temperaturwerte über 2-3 Tage kontrolliert, und die Beregnungszeiten entsprechend angepasst werden.

Ratgeber: Installation

Nach welchem Aufbauschema wird die Beregnungsanlage im Terrarium installiert?

Grundsätzlich: ganz einfach, und auch für Laien in kurzer Zeit zu bewerkstelligen!

Egal welches System Sie einsetzen möchten, das Aufbauschema ist im Grunde immer gleich, da unsere Kompakt-Systeme als auch die Beregnungsanlagen-Bausätze dem gleichen Funktionsprinzip zugrunde liegen.
Die Druckpumpe der Beregnungsanlage saugt sich das benötigte Wasser aus einem Tank und fördert dieses dann über eine Schlauchleitung zu den Düsen. Je nach Größe und Art der Beregnung werden meist 2 oder mehr Düsen im Terrarium installiert. Die Schlauchverteilung zu den einzelnen Düsen empfehlen wir möglichst nah an den Düsen vorzunehmen, um unnötig lange Schlauchleitungen der Beregnungsanlage zu vermeiden.

Wo montiere ich Druckpumpe, Wassertank und Steuerung?

Wir empfehlen die Montage von Pumpe und Wassertank grundsätzlich unterhalb des Terrariums, im Unterschrank, nicht jedoch auf dem Terrariendeckel oder gar im Lichtkasten. Dies könnte dazu führen, dass sich zum Beispiel das Wasser im Tank durch installierte Terrarienbeleuchtung oder Heizstrahler zu stark erwärmt oder sich Algen im Tank bilden.
Wird die Pumpe und der Wassertank der Beregnungsanlage im Unterschrank verstaut, so erleichtert dies die Installation, die Kontrolle des Tankinhalts sowie auch das gesamte Handling wie Zeiteinstellungen am Timer oder die regelmäßige Befüllung des Tanks.
Die von uns angebotenen Wassertanks für Beregnungsanlagen sind grundsätzlich mit einem soliden Schraubdeckel versehen und dies hat seinen Grund: Offene Behälter wie etwa Tupperdosen, Eimer oder ähnliches könnten im schlimmsten Fall das Wasser schwallartig freigeben und wenn dieses auf die in der Nähe befindlichen Sromquellen wie Steckdosen oder ähnliches trifft..., nicht auszudenken.
Die Pumpe selbst, sofern als Bausatz-Beregnungsanlage geliefert, sollte immer fest auf einer ebenen Fläche angeschraubt werden. Die Druckpumpen bieten dazu entsprechende Befestigungsmöglichkeiten.
Die Steuerung der Beregnungsanlage, ob nun Sekundentimer oder Hygrostat, sollte möglichst gut zugänglich montiert werden, so dass jederzeit eine mühelose Programmierung möglich ist. Manchmal erscheint es notwendig die Schaltzeiten oder Feuchtigkeitswerte neu zu justieren oder komplett zu ändern.

Wie verlege ich den Druckschlauch der Beregnungsanlage optimal?

Standardmäßig werden in einem System zwei Schlauchgrößen eingesetzt, ein etwas größerer Schlauch für die Wasserzufuhr vom Wassertank zur Pumpe (meist 8 mm) sowie der Düsendruckschlauch mit 6 mm oder 4 mm Außendurchmesser.

Grundsätzlich gilt:
Halten Sie die Schlauchleitungen so kurz wie möglich, verlegen Sie möglichst keine unnötigen Schlaufen. Befestigen Sie den Düsendruckschlauch der Beregnungsanlage in regelmäßigen Abständen von etwa aller 30 – 50 cm mit Schlauchhaltern.

Da Druckpumpen grundsätzlich wegen des Funktionsprinzipes über einen Kolben oder eine oszillierende Membran immer Pulsationen erzeugen, werden diese auf die Düsendruckschläuche übertragen. Das führt dazu, dass die Druckschläuche etwas schwingen und somit Vibrationen, zum Beispiel am Terrarium oder Möbeln verursachen können.
Weichere Schlauchmaterialien wie Polyurethan (PU) haben allgemein bessere Dämpfungseigenschaften als beispielsweise der sehr druckbeständige und harte Polyamidschlauch (PA).

Zur optimalen Schlauchbefestigung bieten wir verschiedene Schlauchschellen im Onlineshop an welche geklebt als auch geschraubt werden können. Für harte Schlauchmaterialien empfehlen wir unsere Schlauchhalter mit Gummi-Dämpfung, da diese dem Druckschlauch eine gewisse Abfederung bieten.Meist sind im Lieferumfang der Beregnungsanlage einige Schlauchschellen enthalten.

Meine Beregnungsanlage ist sehr laut. Was habe ich falsch gemacht?

Störende Geräusche werden zum Großteil durch fehlerhafte Verlegung der Schläuche verursacht. Ebenfalls fördern auch zu lange Schlauchleitungen die Schwingungsübertragung und dadurch entstehende Resonanzen in Form von klappern oder brummen!

Nicht jede Pumpe harmoniert mit jeder Düse in Bezug auf die Betriebslautstärke. Günstige Schwingkolbenpumpen werden mit zunehmendem Wasserdurchfluss an den Düsen bzw. größeren Düsenanzahl lauter im Betrieb als zum Beispiel unsere sehr leisen Flüsterpumpen für Beregnungsanlagen.

Jedoch kann auch eine von Haus aus etwas lautere Pumpe mit entsprechendem weicherem Schlauchmaterial (PU), dämpfender Schlauchbefestigung und einer optimalen Aufhängung im Geräuschpegel deutlich gesenkt werden.

Was ist eine Ringleitung?

Eine Ringleitung ist in unserem Fall eine Druckleitung, die ringförmig vom Druckausgang der Pumpe abgeht. Die Ringleitung enthält alle Abzweigungen und Entnahmestellen der Düsen.

Beregnungsanlage Ringleitung

Ein Vorteil der Ringleitung ist stabilerer Druck an den einzelnen Düsen, da diese aus 2 Richtungen versorgt werden und eine gleichmäßigere Entleerung der Schlauchleitungen während der Sprühvorgänge stattfindet (Hygiene).
Ein Nachteil wären höhere Anschaffungskosten durch den anfallenden Mehrbedarf an Druckschlauch und Verbindern, was allerdings im Allgemeinen nicht zu erheblichen Kostenaufwand führt.

Was bedeuten die Angaben 8/6 oder 6/4 bei Druckschlauch und Schlauchverbindern?

Die Angaben beziehen sich auf die Maße des Druckschlauches.

Die Angabe 6/4 mm bedeutet: 6 mm = Aussendurchmesser / 4 mm = Innendurchmesser des Druckschlauches. Die kombinierte Angabe, in diesem Fall 6/4 mm, wird häufig im Bezug mit Schlauch-Verschraubungen genannt. Hier ist nämlich auch der Innendurchmesser des Druckschlauches von besonderer Wichtigkeit um sichere Verbindungen zu realisieren.

Bei der Angabe von z.b. 6 mm Druckschlauch, bezieht sich die Angabe auf den Aussendurchmesser des Schlauches. Die Angabe von nur einem Wert wird häufig dann verwendet, wenn der Aussendurchmesser von besonderer Wichtigkeit ist. Dies ist meist im Bereich der Schnellsteckverbinder der Fall.

Druckschlauch welcher z.b. mittels Schnellsteckverbindern verbunden werden soll, sollte stets außen-kalibriert sein. Schläuche wie zum Beispiel aus dem Aquaristik- oder Teichsortiment (Silikonschläuche) sind dies nicht, und dürfen daher nicht mit den von uns angebotenen Schnellsteckverbindern eingesetzt werden.

Undichte Verbindungen sind neben geplatzten Schlauchleitungen häufig das Endergebnis der Verwendung von unkalibriertem oder von der Materialbeschaffenheit ungeeignetem Schlauch.

Warum sollte man nur Wasserbehälter mit dicht schließendem Deckel beim Betrieb einer Beregnungsanlage verwenden?

Bitte machen Sie keine Experimente mit Behältern, die nur einfach abgedeckt, aber nicht verschraubt, oder gänzlich offen sind!
Verwenden Sie grundsätzlich nur dicht schliessende Wasserbehälter!

Wasserbehälter ohne Schraubverschluss geben bei unvorhergesehenen Stößen oder Berührungen den gesamten Inhalt an Wasser schwallartig frei! Das kann in Verbindung mit elektrischen Komponenten wir Pumpen, Steckdosen oder Zeitschaltuhren zu stark lebensbedrohlichen Situationen führen! Denken Sie bitte immer an Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen!

Auch eine Kontamination des Beregnungswassers mit Verunreinigungen, Staub, Sedimenten oder anderen Fremdkörpern ist bei offenen Systemen ohne Schraubdeckel gegeben und sollte demnach beachtet werden. Verunreinigtes Beregnungswasser führt immer wieder zu Problemen wie Ablagerungen in Schlauchleitungen, verstopften Düsen oder Filtern.

Wie funktionieren die Schlauchverbinder-Systeme für Druckschläuche?

Um eine solide und dauerhaft dichtende Schlauchverbindung herzustellen, muss der Druckschlauch über eine exakte Schnittkante verfügen. Schneiden Sie Druckschläuche niemals mit einer Schere, einer Zange oder gar einer Säge. Verwenden Sie bitte ausschließlich dafür vorgesehene Schlauchcutter.

Wir bieten zwei Arten von druckbeständigen Schlauchverbindern an: das bewährte Schnellstecksystem, bei welchem der Druckschlauch direkt in den Steckverbinder eingeschoben wird und dann selbst arretiert, sowie die sehr soliden Schnellverschraubung mit Überwurfmutter. Bei dieser Schlauchverbindung wird der Druckschlauch zuerst durch die Überwurfmutter geführt und dann auf eine Tülle geschoben. Zur Sicherung des Druckschlauches auf der Schlauchtülle wird dann die Überwurfmutter aufgeschraubt.
Beide der genannten Verbindersysteme können mehrfach montiert und wieder getrennt werden.

Stecksystem für Druckschlauch Verschraubung mit Überwurfmutter
Ich habe eine Terrarienanlage. Wie installiere ich die Beregnungsanlage optimal?

Bei Terrarienanlagen, wie beispielsweise zur Zucht oder im Ladenverkauf übernehmen automatisierte Beregnungsanlagen die tägliche Wasserversorgung und sparen damit erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. Meist sind die Terrarien in einem Regalsystem untergebracht und die Installation der Beregnungssystems stellt keine große Schwierigkeit dar.

Grundsätzlich sollte bei der Beregnung einer Terrarienanlage von vornherein sicher sein, ob das System später noch erweitert werden muss oder ob es bereits die finale Düsenanzahl enthält. Nur so ist es möglich, die richtige Druckpumpe für die Terrarienanlage auszuwählen. Die Pumpe muss schließlich sämtliche Düsen im System optimal betreiben können und wird anhand der benötigten Düsenanzahl, vielmehr deren Wasserdurchfluss ausgewählt. Informationen zur möglichen Düsenanzahl für Pumpen sind in der jeweiligen Produktbeschreibung der Pumpe hinterlegt.
Müssen beispielsweise in einzelnen Terrarien der Terrarienanlage aufgrund abweichender Terrariengröße oder dem Besatz unterschiedliche Wassermengen gesprüht werden, so ist dies auch möglich. Das kann über die Düsenanzahl im Terrarium oder aber den Düsentyp realisiert werden. Da wir unterschiedliche Düsenausführungen anbieten, ist eine individuelle Beregnung der einzelnen Terrarien, auch bei gleicher Pumpen-Laufzeit möglich.
Beim Beregnungssystem für Terrarienanlagen mit mehreren Ebenen sollte das Düsensystem grundsätzlich als Ringleitung ausgeführt werden, um an allen Düsen einen gleichmäßigen Druck zu erhalten. Zudem empfehlen wir den Einsatz eines Rückschlagventils, welches in die Düsendruckleitung installiert werden sollte. Dies verhindert ein langes Nachtropfen der Düsen in der unteren Terrarien-Ebene. Das Rückschlagventil sollte vor dem ersten Schlauchverteiler der Ringleitung montiert werden.

Beregnungsanlage Ringleitung für Terrarienanlage
Kann ich auch eine Beregnungsanlage direkt über den Hauswasseranschluss betreiben?

Grundsätzlich: ja!
Bei dieser Art der Beregnung werden die Düsen direkt über einen Wasserhahn bzw. den Festwasseranschluss betrieben und hierzu muss direkt an der Wasserzufuhr (Wasserhahn) ein Magnetventil installiert werden. Das Ventil wird dann per Timer oder Zeitschaltuhr angesteuert und gibt zu den gewünschten Beregnungszeiten die Wasserzufuhr für die Düsen frei.
Die Niederdruck-Beregnung über das Hauswassernetz wird üblicherweise jedoch eher im Bereich der Gartenberegnung oder zum Bewässern eingesetzt und ist prinzipiell für Düsen, Tropfsysteme oder Sprenkler mit höheren Durchflussraten anzuraten - nicht zuletzt wegen des eher geringeren Hauswasserdruckes.

Ratgeber: Düsen

Welche Düse ist die richtige und wie orientiere ich mich?

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen Luftbefeuchtung und Beregnung im Terrarium und wählen dementsprechend die jeweiligen Düsen aus. Sämtliche Düsen, ob Nebeldüse oder Sprühregendüse, sind in unterschiedlichen Sprühwinkeln und Durchflussraten erhältlich und können direkt in der Artikel-Detailseite ausgewählt werden.

Sollen die Düsen zur reinen Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Terrarium dienen, kommen ausschließlich Nebeldüsen zum Einsatz. Diese benötigen zur optimalen Feinstvernebelung höhere Drücke, um das Beregnungswasser in kleinste Aerosole zu zerstäuben.
Dabei werden spezielle Druckpumpen bis 25 bar eingesetzt. Somit kann mit geringstem Wassereinsatz ein schwebefähiger Nebel generiert werden, welcher optimale Luftbefeuchtung erzielt.

Zum Beregnen im Terrarium, dem Pflanzen bewässern und gleichmäßigen Befeuchten der Terrarieneinrichtung sollten grundlegend Sprühregendüsen eingesetzt werden, die einen mittleren bis hohen Wasserdurchsatz gewährleisten.
Um hier die Tröpfchengröße des Sprühregens verhältnismäßig zu realisieren, sollten diese immer in Verbindung mit Druckpumpen eingesetzt werden, welche eher im mittleren Druckbereich arbeiten.
Werden diese Sprühregendüsen in einem Druckbereich zwischen 3 bis 6 bar betrieben, kann eine Art feiner Nieselregen im Terrarium erzielt werden.

Ein weiterer Faktor für die Düsenauswahl ist selbstverständlich auch die im Terrarium gepflegte Art. So werden beispielsweise bei aktiv kletternden Arten andere Ansprüche an die Düsentechnik gestellt als bei Bodenbewohnern.
Kletternde Reptilien könnten eventuell an die Düsen gelangen und diese verstellen, so dass diese schlimmstenfalls auf die Frontscheibe des Terrariums sprühen. In diesem Fall sollten ausschließlich fest justierbare Düsen aus Metall eingesetzt werden die, wenn einmal installiert, nicht mehr durch die Terrarienbewohner manipuliert werden können.

Welches Düsenmaterial ist für mein Terrarium geeignet?

Was das Düsenmaterial betrifft, so wird für Terrarien mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit über 80% rF der Einsatz von Düsen aus Kunststoff oder Edelstahl empfohlen, um Korrosion zu vermeiden.
Für Terrarienbewohner der gemäßigten Breiten mit Luftfeuchtewerten unter 80% rF können Düsenmaterialien wie Messing als auch aus Kunststoff zur Anwendung kommen.

Wie viele Düsen benötige ich für mein Terrarium?

Die Düsenanzahl richtet sich generell nach zwei Parametern, der Terrariengröße bzw. dem Terrarium-Volumen und dem Einsatzzweck
(Beregnung oder Luftbefeuchtung).

Werden die Düsen zur Terrarium-Beregnung und zum Bewässern der Pflanzen eingesetzt, so empfehlen wir Ihnen auf eine Terrarium-Grundfläche von 60x60 cm mindestens 2 Sprühregendüsen mit 80° Sprühwinkel.
Soll im Terrarium die Luftfeuchtigkeit erhöht werden mittels Nebeldüsen, so rechnet man prinzipiell in Volumen. Als Richtwert kann hier eine Nebeldüse der Größe 0,2 mm auf einen Kubikmeter Terrarium-Volumen eingeplant werden und wir empfehlen Ihnen hier, über die Laufzeit des Luftbefeuchter-Systems die Luftfeuchtigkeit „auszupegeln“.

Was versteht man unter Hohlkegel- bzw. Vollkegeldüsen?

Vollkegel - Sprühdüsen erzeugen einen pyramidenförmigen Sprühkegel, wobei die Befeuchtungsfläche über das gesamte Spektrum des Sprühkegels gewährleistet ist.
Hohlkegel - Sprühdüsen erzeugen ebenfalls ein pyramidenförmiges Sprühbild, wobei jedoch nur die äußere Fläche des Kegels benetzt wird. Im Inneren des Sprühkegels findet keine Befeuchtung statt. Werden Hohlkegeldüsen jedoch mit höherem Druck beaufschlagt, so wird das Sprühbild feiner und der Sprühnebel verteilt sich automatisch im Terrarium.

Worin liegt der Unterschied zwischen PVC- und Metalldüsen in Bezug auf Qualität und Leistung?

Herkömmliche PVC Düsen sind meist preiswert und erfüllen ihren Zweck zur Zufriedenheit.
Diese Düsen (meist Hersteller Tefen) wurden aber eigentlich für den Einsatz in der Industrie, zur Befeuchtung / Benetzung von Oberflächen z.B. in Autowaschanlagen entwickelt und sind für Drücke bis zu 6 Bar konzipiert (Hauswassernetz). Die wirkliche Luftbefeuchtung im Terrarium ist mit diesen Düsen somit nur bedingt realisierbar und wird erst durch das Verdunsten des Wassers von der Terrarieneinrichtung erzeugt.
Bei höheren Drücken über 6 Bar ist Ihre Funktion gleichfalls vorhanden, dies jedoch immer zu Lasten des Materials. Ihre relative Resistenz gegenüber Kalk liegt im vorgesehenen Einsatzzweck (Benetzung). Der Vorteil von Kunststoffdüsen liegt somit klar im Preis und der relativen Unempfindlichkeit gegenüber Kalk im Beregnungswasser.

Metalldüsen, meist aus Messing oder Edelstahl, sind aufgrund Ihrer Materialbeschaffenheit auf Langlebigkeit ausgelegt und können auch mit höheren Drücken, größer 9 Bar, über viele Jahre ihren Dienst verrichten. Insbesondere M.R.S. Micro Nebeldüsen wurden speziell zur Luftbefeuchtung entwickelt und sind mit verschiedenen Düsenbohrungen erhältlich. Düsen diesen Typs können immer wieder gereinigt werden und bieten beste Zerstäubung bei minimalstem Wasserdurchsatz.

Auch Ölbrennerdüsen, wie zum Beispiel "Hago" werden in der Terraristik gern als Nebeldüsen gehandelt und bieten eine Alternative. Meist gestaltet sich deren Reinigung aufgrund des Sinterfilters als recht schwierig, nicht zuletzt weil Ihre eigentliche Verwendung in der Zerstäubung von eher niedrigviskosen Flüssigkeiten liegt.

Der Vorteil von Metalldüsen liegt eindeutig im Material, der effizienteren Luftbefeuchtung sowie besserer Wartungseigenschaften und ihrer Langlebigkeit.

Seit einigen Tagen sprüht eine Düse nicht mehr richtig. Woran liegt das?

Vermutlich ist die Düse verkalkt oder es befindet sich ein Fremdkörper / Partikel in der Düse.
Dies kann verschiedenste Ursachen haben wie zum Beispiel unsauberes oder kalkhaltiges Beregnungswasser, Partikel in den Schlauchleitungen (Transport, Lagerung, Installation) oder ein zugesetzter Filter.

Weist das Beregnungswasser beispielsweise einen zu hohen Kalkgehalt auf (> 6°dH), dann kann es passieren, dass die enthaltenen Salze dann nach dem abtrocknen der Düse im Terrarium an der Düsenöffnung auskristallisieren und diese verblocken.

Wie kann ich meine Düsen am Besten reinigen?

Zur Reinigung der Düsen empfehlen wir ausschließlich unseren Düsenreiniger Düsen-Clean. Dieser reinigt selbst feinste Düsenöffnungen und befreit diese von Kalk und anderen Rückständen.

Zur professionellen Düsenreinigung setzen wir selbst zusätzlich noch einen Ultraschallreiniger ein, welche üblicherweise zur Reinigung von zum Beispiel Schmuck verwendet werden. Durch die Ultraschall-Schwingungen sowie dem Zusatz von Düsen-Clean werden selbst stark verschmutzte Düsen wieder wie neu.

Ratgeber: Pumpen

Welche Pumpe ist die richtige für mein Terrarium?

Die Auswahl einer geeigneten Druckpumpe für Ihre Beregnungsanlage ist prinzipiell ganz einfach und erfolgt über die Anzahl und dem Durchfluss der zu betreibenden Düsen und der Beregnungsart (Nebel oder Regen) . Zusätzlich spielt oftmals auch der Geräuschpegel der Pumpe eine Rolle, so zum Beispiel wenn das Terrarium im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer steht.

Für einen feinen Nebel, welcher die Luftfeuchtigkeit im Terrarium optimal erhöht und konstant hält, benötigen Sie eine Pumpe mit höherem Druck, bestenfalls ab 12 bar, und natürlich die entsprechenden Nebeldüsen. Wir empfehlen unseren Kunden hierzu vorrangig Schwingkolbenpumpen oder die besonders leise Power-Pump Ultimate in Verbindung mit unseren Micro-Nebeldüsen.
Möchten Sie das Terrarium gleichmäßig beregnen und befeuchten, so kommen vorrangig unsere leisen Membranpumpen mit bis zu 10 bar Maximaldruck zum Einsatz.

Die von uns angebotenen Druckpumpen verfügen über unterschiedliche Förderleistungen und die mögliche Düsenanzahl, welche die Pumpe betreiben kann, finden Sie direkt in der Artikelbeschreibung. Sie können auch zusätzlich über die Filterfunktion nach Pumpeneigenschaften filtern.

Wie hoch saugen die Pumpen das Wasser an?

Grundsätzlich sollte die Zulaufleitung zur Pumpe so kurz wie möglich gehalten werden.

Schwingkolbenpumpen verfügen über eine Saugleistung von max. 100 cm, wohingegen Membranpumpen bis zu 200 cm Ansaughöhe realisieren können.
Detaillierte Daten zur Pumpenleistung haben wir für Sie immer direkt auf der Artikel-Detailseite hinterlegt.

Wie kann ich das Pumpengeräusch minimieren?

Pumpen sollten grundsätzlich vom Untergrund entkoppelt werden. Dies geschieht vorrangig durch entsprechende Pumpenhalterungen mit speziellen Aufhängungen sowie durch eine korrekte Befestigung der Druckschläuche mit Schlauchklemmen.
Befestigen Sie die Pumpe nicht an dünnen Schrankwänden oder Regalen, bei welchen die geringe Wandstärke zu Resonanzen führen kann. Druckpumpen sollten generell auf einem stabilen und festen Untergrund, bestenfalls direkt am Mauerwerk mit Schwingungsdämpfern befestigt werden. Die Einbaulage ist bei Kolbenpumpen (ohne Öl!) eher zweitrangig.

Die Lautstärke der Pumpe ist natürlich auch von deren Funktionsprinzip (z.B. Kolben), der Düsenanzahl und dem Durchflussraten abhängig. Eine Kolbenpumpe, welche fast am Limit ihrer Förderleistung arbeitet, werden Sie durch eine spezielle Befestigung nicht leiser bekommen, da die Lautstärke aufgrund des fehlenden Staudruckes zustande kommt.
Der Einbau in ein gedämmtes Gehäuse kann bedingt zu einem geringerem Geräuschpegel führen, jedoch immer zu Lasten der Wärmeabfuhr von der Pumpe, insbesondere bei kleinen Schwingkolbenpumpen kann dies problematisch werden.

Wie werden Thermosicherungen an Beregnungsanlagen-Druckpumpen montiert?

Aus Sicherheitsgründen, Vorbeugung von Überhitzungsschäden, sollten Sie besonders Druckpumpen mit geringen Einschaltzeiten (Schwingkolbenpumpen) mit einem Thermoschutz, einer Thermosicherung, ausstatten.
Neben der korrekten Verkabelung des Thermoschutzes, kommt es insbesondere auf den richtigen Montageort der Sicherungen an. Die Sicherungen müssen in jedem Fall direkten Kontakt zum Pumpenkörper haben!
Die entsprechenden Aufnahmeführungen für Thermosicherungen sind an den jeweiligen Pumpentypen sehr gut zu erkennen und sollten demnach auch zur Sicherheit entsprechend genutzt werden.

Meine Pumpe läuft, aber die Düsen sprühen nicht. Was kann ich tun?

Prüfen Sie zuerst den Wasserpegel im Tank sowie den eventuell montierten Feinfilter auf Verschmutzungen. Entfernen Sie probeweise eine der installierten Düsen und lassen die Pumpe erneut ansaugen. Fördert die Pumpe das Wasser nun normal weiter, so könnte dies auf verstopfte Düsen hinweisen.
Führt das nicht zum Erfolg dann könnte es sich auch um eine Undichtigkeit im System handeln (Pumpe zieht Luft an). Überprüfen Sie dies, indem Sie den Zulaufschlauch der Pumpe direkt in das Wasser einhängen und die Pumpe erneut starten.

Ratgeber: Beregnungswasser

Welches Wasser kann ich zur Terrarium-Beregnung einsetzen?

Grundsätzlich können Sie Leitungswasser, Regenwasser, Osmose-Wasser sowie auch destilliertes Wasser zur Terrariumberegnung einsetzen, aber: das Wasser sollte grundsätzlich klar filtriert und weich sein, mit einer Härte von unter 6°dH, um die Komponenten wie Düsen und Pumpe zu schonen und den Wartungsaufwand deutlich zu reduzieren.
Aus unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Beregnung von Terrarien, Paludarien, Biotopen oder auch Gewächshäusern können wir unseren Kunden den Einsatz von aufbereitetem Beregnungswasser nahelegen. Mit Aufbereitung von Beregnungsgwasser ist die Filtration und Entkalkung des Wassers gemeint, welches zur Terrarium-Beregnung eingesetzt werden soll.
Egal welche Art von Beregnungswasser Sie im Terrarium einsetzen, über das Beregnungswasser wird nicht nur die Luftfeuchtigkeit im Terrarium oder Paludarium gesteuert, sondern auch die Flüssigkeitsversorgung der Tiere und Nährstoffversorgung der Pflanzen im Terrarium-Biotop. Wie auch in der Natur werden die im Wasser befindlichen Stoffe in das Terrarium eingetragen, müssen diese verwertet und wieder abgebaut werden. Somit nimmt das Beregnungswasser unmittelbar wesentlich Einfluss auf die Stabilität des Terrariumklimas und damit einhergehend die Gesundheit und das Wohlbefinden der gepflegten Exoten.

Terrarium mit Leitungswasser beregnen

Leitungswasser bietet Trinkwasserqualität und unterliegt strengen Richtlinien. Abhängig von der Region kann jedoch der Kalkgehalt im Wasser bei direkter Verwendung zur Beregnung im Terrarium oder Paludarium dazu führen, dass die zur Beregnung eingesetzten Düsen vorzeitig verstopfen. Dies erhöht den Wartungsaufwand der Beregnungsanlage und ist damit nicht zuletzt auch für die Terrarienbewohner störend.
Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass sich im Leitungswasser auch andere Stoffe wie Kalk oder kleinste Sedimente befinden. Durch die Zunahme an chemischen Einflüssen auf die Natur und damit verbunden auf das Grundwasser, wie zum Beispiel durch Düngung in der Landwirtschaft, finden sich Kleinstkonzentrationen von Medikamentenrückständen, Hormonen oder anderer chemischer Substanzen im Wasser. Für jede Art von Fremdstoff-Konzentration sind natürlich Schwellwerte / Grenzwerte vom Gesetzgeber verbindlich manifestiert und werden durch die Trinkwasserversorger nach Norm DIN2000 (Trinkwasserverordnung) sichergestellt.
Zur Wasseraufbereitung durch den Trinkwasserversorger kommen hierbei beispielsweise im Prozess der Desinfektion auch andere chemische Stoffe wie beispielsweise Chlor zum Einsatz.

Tipp: Möchten Sie Ihr Terrarium, Paludarium oder Gewächshaus mit Leitungswasser beregnen, dann informieren Sie sich eingehend über die Wasserhärte Ihres Leitungswassers. Diese können Sie bei Ihrem örtlichen Trinkwasserversorger erfragen oder online einsehen. Liegt die Wasserhärte unter 6°dH, so können Sie das Terrarium grundsätzlich mit Leitungswasser beregnen. Unabdingbar ist jedoch in jedem Fall ein Pumpen-Vorfilter zum filtern von Schwebestoffen und Sedimenten, zum Beispiel aus Rohrleitungen. Durch abkochen des Leitungswassers können zudem im Wasser gelöste Stoffe, wie z.B. chemische Rückstände, entfernt werden.

Regenwasser zur Terrarium-Beregnung

Regenwasser ist eine gute Alternative zur reinem Leitungswasser und bietet in jedem Fall kalkfreies Beregnungswasser, ist natürlich und verfügt aus mikrobiologischer Sicht ein gewisses Maß an biologischen Ressourcen im Wasser selbst (Mikroorganismen). Auch hier ist die Qualität des verwendeten Regenwassers von verschiedenen Faktoren abhängig, wie Luftqualität am Wohnort (Industrie, Luftverschmutzung), die Entnahmestelle (Regenfass, Zisterne) oder der Entnahmeort (Dachfläche, Kontaminierung).
Terrarium-Beregnung mit Regenwasser birgt jedoch auch einige Nachteile. Da Regenwasser meist über Dachflächen gesammelt wird, kann dieses natürlich mit vielen unerwünschten Stoffen kontaminiert werden, wie beispielsweise Vogelkot, Insekten oder Rückstände durch Abgase der Luftverschmutzung. Wägen Sie deshalb vorher genau ab, ob Sie Regenwasser für Ihr Terrarium einsetzen können oder möchten.
Bei der Terrarium-Beregnung mit Regenwasser bildet sich aufgrund der mikrobiologischen Eigenschaften im Laufe der Zeit ein sogenannter Bio-Film an den Schlauch-Innenwänden sowie auch im Wassertank. Aus diesem Grund ist in jedem Fall ein Feinfiltersystem in der Düsendruckleitung vorzusehen, um die eventuell bei der tägliche Beregnung des Terrariums mitgespülten Sedimente vor den Düsen filtern zu können.

Tipp:
Verwenden Sie Regenwasser nur bei normalen Umweltbedingungen - Stichwort: Luftverschmutzung.
Sammeln Sie das Regenwasser nur in chemisch unbedenklichen Behältern - Stichwort: Behältermaterial.
Schützen Sie den Regenwasser-Sammelbehälter gegen Kontaminierung - Stichwort: Vögel, Insekten.
Filtern Sie das Regenwasser grundsätzlich vor dem Einsatz im Terrarium über einen feinporigen Filter, zum Beispiel einen Kaffeefilter.
Sehen Sie einen Vorfilter zum Entfernen von Schwebstoffen im Zulaufbereich Ihrer Beregnungsanlage, sowie einen zusätzlichen Feinfilter in der Düsenzuleitung vor.
Tauschen Sie die gesamten Schlauchleitungen Ihrer Terrarium-Regenanlage möglichst einmal jährlich aus – Stichwort: Hygiene.

Beregnen mit Osmose-Wasser

Unsere ganz klare Empfehlung!

Osmosewasser ist dank der Micro-Wasserfiltration über eine Spezialmembran nahezu komplett frei von Kalk, jeglichen Sedimenten, Chemikalien und anderen Verunreinigungen. Das Wasser wird bei der Umkehrosmose mittels Druck aus der Hauswasserleitung, oder wie bei modernen Osmoseanlagen mit Pumpe und erhöhtem Druck, durch eine Membran gepresst und nur die reinsten Wassermoleküle können die Spezialmembran passieren. Das Ergebnis ist reinstes Wasser. Nicht nur zur Beregnung im Terrarium, auch zum Kochen ist Osmosewasser bestens geeignet.
Beregnen mit Osmosewasser bietet daher bezüglich des Wartungsaufwandes, der Reinigung und Pflege von Komponenten der Beregnunganlage zahlreiche Vorteile und verkalkte Düsen oder Ablagerungen von Fremdstoffen in Schlauchleitungen oder dem Wassertank Ihrer Beregnungsanlage gehören der Vergangenheit an. Ihre Terrarienscheiben bleiben frei von unschönen Kalkflecken.

Wasserbedarf und Installation
Osmoseanlagen, wie von uns angeboten, können stationär dauerhaft am Standort oder temporär nur bei Bedarf am Wasserhahn installiert werden. Das ist abhängig vom Modell und kommt auf Ihren Bedarf an Osmosewasser an. Osmoseanlagen generieren in einem gewissen Zeitraum eine bestimmte Menge an Reinstwasser. Je höher die Leistung der Osmoseanlage (Liter pro Tag), je schneller wird Ihr Osmose-Beregnungswasser generiert.

Reinstwasser und Abwasser
Weiterhin ist beim Kauf einer Osmoseanlage zu beachten, dass diese grundsätzlich immer auch Abwasser produziert. Da nicht die gesamte Wassermenge welche der Osmoseanlage zugeführt wird die Spezialmembran passieren kann, fällt Abwasser mit den herausgefilterten gelösten und ungelösten Stoffen an. Diese werden dann über einen separaten Schlauch in die Abwasserleitung oder den Ausguss gespült. Günstige Osmosefilter stellen bei einem üblichen Hauswasserdruck von etwa 4-6 bar ein Reinstwasser / Abwasserverhältnis von etwa 1:4 zur Verfügung, wohingegen Osmose-Filter mit einer Pumpe zur Druckerhöhung ein Verhältnis von bis zu 1:1 generieren können. Einige unserer Kunden verwenden das von der Osmoseanlage generierte Abwasser beispielsweise auch zum Gießen von Pflanzen.

Tipp:
Sofern Sie nur ein Terrarium mit Osmosewasser beregnen möchten oder einen Osmose-Wasserbedarf bis etwa 20 Liter je Woche haben, genügen in der Regel eine Osmoseanlage ohne Pumpe. Sind mehrere Terrarien zu beregnen oder Sie möchten das Osmosewasser nicht nur zum Beregnen im Terrarium sondern auch in Haushalt einsetzen, so empfehlen wir Ihnen aufgrund der höheren Durchflussleistung und dem besseren Reinstwasser / Abwasserverhälnis eine stationäre Osmoseanlage mit Pumpe.

Destilliertes Wasser für Beregnungsanlagen

Destilliertes Wasser, auch als VE-Wasser (voll-entsalztes Wasser, demineralisiertes Wasser) wird aus herkömmlichen Trinkwasser gewonnen und durch einen Ionenaustausch von jeglich im Wasser gelösten Salzen befreit. Das heißt: weder Kalk noch andere gelöste Stoffe befinden sich destilliertem Wasser. VE-Wasser wird herkömmlich meist in industriellen Prozessen (Prozesswasser) eingesetzt, bei welchen absolutes Reinstwasser erforderlich ist.
Grundsätzlich können Sie zur Beregnung Ihres Terrariums auch VE-Wasser einsetzen. Wir empfehlen Ihnen jedoch bei der Verwendung von vollentsalztem Beregnungswasser, dieses wieder etwas aufzuhärten. Um dem destilliertem Wasser der Beregnungsanlage wieder einen kleinen Anteil an Salzen zuzuführen, wird es dazu einfach mit Leitungswasser gemischt.

Tipp: VE-Wasser kann sehr preisgünstig in kleinen Kanistern im Handel erworben werden. Je nach Wasserverbrauch Ihrer Beregnungsanlage kann dies, sofern nur ein Terrarium beregnet wird, eine kostengünstige Alternative zur Anschaffung einer Osmoseanlage darstellen. In jedem Fall sollten Sie das destillierte Wasser vor der Verwendung in Ihrer Beregnungsanlage mit Leitungswasser „verschneiden“. Wir empfehlen hierzu ein Mischungsverhältnis von etwa 0,5 Liter Leitungswasser auf 10 Liter VE-Wasser.

Ist Osmose-Wasser schädlich für meine Tiere?

Dem Vorwand der Schädlichkeit von Osmosewasser für Terrarientiere und Pflanzen möchten wir hier klar begegnen.
Richtig ist: Osmosewasser hat die Eigenschaft Stoffe aufzunehmen, mit denen es in Berührung kommt. Dieser stoffliche Austausch findet jedoch bei der Terrarium-Beregnung nur in einem begrenztem Volumen statt, bei welchem keine Schädlichkeit für Tier und Pflanze besteht.
Marktübliche Osmoseanlagen, wie von uns angeboten, haben eine Rückhalteleistung (Reinigungswirkung) von etwa 95% - 99%. Das heißt: eine geringe Menge an Salzen bleibt letztendlich erhalten.
Ein Schaden für das Tier durch Aufnahme von Osmosewasser entsteht jedoch nicht, da wir als verantwortungsbewusste Exotenhalter unseren Pfleglingen sämtliche wichtigen Vitamine und Mineralstoffe über die hochwertige Nahrung (Futtertiere bestäuben) bzw. den Pflanzen über Dünger gesondert zuführen.

Wie oft muss ich das Wasser meiner Beregnungsanlage wechseln?

Beregnungswasser kann „umkippen“, soll heißen: wenn das Beregnungswasser Ihrer Beregnungsanlage zu lange im Wassertank aufbewahrt wird, dann kann es zu einer erhöhten Keimbildung kommen. Das Wasser beginnt sich einzutrüben und riecht unangenehm. Verschiedene Faktoren begünstigen diesen Prozess, als da wären: erhöhte Wassertemperatur aufgrund von Wärmeeinwirkung, direkte Lichteinwirkung auf das Beregnungswasser im Tank (Stichwort: Algen), nicht abgedeckte Wasserbehälter (Stichwort: Staub, Fremdstoffe) sowie auch fehlende Wasserbewegung / Wasserumwälzung im Tank.

Tipp: Wechseln bzw. tauschen Sie das Wasser Ihrer Beregnungsanlage möglichst wöchentlich einmal aus oder befüllen den Wassertank nur in der Wassermenge, welche im Laufe einer Woche verbraucht wird.
Stellen Sie den Wassertank grundsätzlich dunkel und kühl, bestenfalls in den Unterschrank Ihres Terrariums.
Sollten Sie für einen längeren Zeitraum abwesend sein, zum Beispiel im Urlaub, so empfiehlt zum Beispiel der Einsatz einer kleinen Tauchpumpe im Wassertank. Wenn diese einmal täglich für einige Minuten das Wasser der Beregnungsanlage im Tank umwälzt, so behindert beeinträchtigt dies eine Bildung von Keimen und deren Vermehrung erheblich.

Wie reinige ich meinen Wassertank und wie oft?

Die von uns angebotenen trinkwasserechten Wassertanks können dementsprechend mit einem sanften Reiniger auf Basis von Essig, Zitronensäure oder zum Beispiel auch mit Aktiv-Sauerstoff gereinigt werden, welcher in Tabs erhältlich ist.
Die Reinigungsintervalle des Wassertanks sind abhängig von der verwendeten Wasserqualität. Wir empfehlen eine Reinigung des Wassertanks in regelmäßigen Abständen mit jedem 4. Wasserwechsel. Sollten Sie Regenwasser einsetzen, so empfehlen wir eine Reinigung mit jedem zweiten Wasserwechsel, da im Regenwasser eine gewisse Dichte an Mikroorganismen vorhanden ist und diese die Bildung eines sogenannten Biofilms begünstigen.

Wie oft sollte ich die Filter meiner Beregnungsanlage wechseln?

Der Filterwechsel in Ihrer Beregnungsanlage ist abhängig von der eingesetzten Wasserqualität des Beregnungswassers .
Wird beispielsweise Leitungswasser oder auch Osmosewasser zur Beregnung eingesetzt, kann als Richtwert ein Filterwechsel einmal jährlich gelten.
Setzen Sie Regenwasser zur Terrariumberegnung ein, dann sollte der Filter etwas früher ausgetauscht werden, bestenfalls aller 3–4 Monate.

Muss ich meine Beregnungsanlage desinfizieren?

Eine Desinfektion der Beregnungsanlage kann durchgeführt werden, ist jedoch nur mit erheblichen Aufwand verbunden da in diesem Fall eine desinfizierende Flüssigkeit durch das gesamte System gepumpt werden müsste, inklusive der Düsen. Dies würde bedeuten, dass die Desinfektionsflüssigkeit, zum Beispiel Wasserstoffperoxid-Lösung, natürlich von Terrarienbewohnern und Einrichtung ferngehalten werden muss. Wir raten daher von einer Desinfektion der Beregnungsanlage mit chemischen Substanzen ab.

Tipp:
Reinigen Sie den Wassertank Ihrer Beregnungsanlage regelmäßig, halten diesen möglichst fern von Wärme und Lichteinwirkung und setzen Sie hochwertiges Beregnungswasser ein. Zudem ist es ratsam, die Schlauchleitungen der Beregnungsanlage in regelmäßigen Abständen einfach einmal komplett auszutauschen. Dies ist kostengünstig, wesentlich einfacher zu bewerkstelligen und Sie können Ihre Beregnungsanlage in diesem Zug gleichzeitig einmal auf eventuelle Optimierungen prüfen.

Kann ich das Beregnungswasser erwärmen / beheizen?

Grundsätzlich: ja.

Wird das Beregnungswasser jedoch erwärmt, kann dies zu einer erhöhten Vermehrung von Keimen und Bakterien führen. Hygiene ist bei der aktiven Erwärmung von Beregnungswasser oberstes Gebot!
Zur Erwärmung des Beregnungswassers können übliche Stab- oder Kabelheizer aus dem Bereich Aquaristik eingesetzt werden. Dabei sollte die Temperatur im Wassertank jedoch möglichst unter der Marke von 30°C gehalten werden. Zudem empfehlen wir bei der Erwärmung des Beregnungswassers grundsätzlich die zusätzliche Verwendung eines UVC-Wasserklärers zur Wasserdesinfektion ohne Chemie. Die UVC-Bestrahlung des Beregnungswassers zerstört die DNA von Keimen und Bakterien auf effektive Weise, ganz ohne den Einsatz von chemischen Zusätzen.
Der UVC-Klärer sollte entweder in die Zulaufleitung der Beregnungsanlagen-Pumpe montiert, oder aber extern in Verbindung mit einer kleinen Tauchpumpe eingesetzt werden, welche das Tankwasser durch den UVC-Klärer (permanent o. Intervall) pumpt.

Ich möchte kein Terrarium beregnen, sondern plane ein Sprühsystem für einen völlig anderen Zweck.

Befeuchten & Benetzen

Sie suchen ein Sprühsystem oder Komponenten zur Befeuchtung, der Benetzung oder Berieselung von Oberflächen, Produkten oder anderen Medien? Egal ob feinster Micro-Nebel, feuchter Niederschlag mit Sprühnebel oder dosierte Bewässerung mit regelbarer Sprühdüse, wir finden die passende Befeuchtungslösung für Sie.

Senden Sie uns doch eine kurze Beschreibung Ihrer Befeuchtungsanwendung per Email oder Fax. Wir benötigen dazu folgende Angaben:

  • welche Anwendung? (Befeuchtung, Benetzung, Bewässerung)
  • welches Medium soll versprüht werden? (Wasser, Lösungen)
  • welche Komponenten werden benötigt? (Komplettsystem oder Bauteile)
  • welche Betriebsbedingungen sind vorhanden (Temperatur, Innen/Außenbereich)
  • welche Betriebszeiten müssen gewährleistet sein? (Dauerbetrieb, Intervall, Stundenbetrieb)
  • welche Materialanforderungen an das Befeuchtersystem werden gestellt? (Kunststoff, Edelstahl)
Luft befeuchten, Kühlen, Klimatisieren

Ob Luftbefeuchtung zur Klimatisierung von Produktions- oder Lagerhallen, adiabate Kühlung durch Wasserzerstäubung mit Hochdruck oder Staubbindung mit Nebel, wir liefern Ihnen Zubehör für Ihr bestehendes Luftbefeuchtungssystem ebenso wie Komplettlösungen als konfiguriertes Nebelsystem für Ihre individuelle Anwendung zur Kühlung, Klimatisierung oder Befeuchtung mit Nebel.
Je nach Einsatzgebiet bieten wir Ihnen Kleinstnebelsysteme im Mitteldruckbereich bis 25 bar Wasserdruck für semi-professionelle Anwendungen als auch Profi-Systeme zur Hochdruckbefeuchtung bis 70 bar.

Wir liefern Ihnen:

Nebelsysteme von M.R.S.® sind grundsätzlich skalierbar, bieten eine robuste Technik und sind für die Montage durch den Anwender ausgelegt.
Sie möchten für Ihr individuelles Projekt eine Produkt-Empfehlung, ein Angebot oder suchen einen zuverlässigen Lieferanten für adiabate Kühlung (Nebelkühlung), Luftbefeuchtung und Klimatisierung mit Wassernebel? Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt und wir finden gemeinsam die passende und ökologische Klimalösung für Sie.

Aeroponik

Aeroponische Systeme sind als eine Form der Hydrokultur des Anbaus von Wurzelgemüse, Kräutern, Arzneipflanzen oder der Stecklingskultur beliebt und ermöglichen eine effiziente Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen direkt über die Pflanzenwurzeln.
Dazu wird das Wasser inklusive der Nährlösung über Düsen direkt an die Wurzel der Pflanzen gesprüht, oder besser gesagt: vernebelt. Die Nährstoffaufnahme der Pflanze wird somit optimiert, die Wurzeln wachsen kräftiger aus, kurz: das Pflanzenwachstum und somit die Pflanzenproduktivität wird erhöht.
Um die Düngerlösung an die Pflanzenwurzeln zu sprühen / vernebeln, sind unterschiedliche Verfahren möglich, so entweder per Düsensystem oder Ultraschallzerstäubung. Die Ultraschallzerstäubung von Nährlösung kann jedoch dazu führen, dass sich die im Dünger enthaltenen Salze auf der empfindlichen Membran des Ultraschallzerstäubers absetzen und diese verkrustet. Ebenso nachteilig kann sich die extrem kleine Aerosolgröße des Ultraschalls auf die Wurzeln der Pflanzen auswirken, da diese dann eine verstärkte Haarwurzelbildung aufweisen ohne die notwendigen und kräftigeren Hauptwurzeln auszubilden.
Um ein optimales Verhältnis von Wasser / Nährlösung und Sauerstoff an die Pflanzenwurzeln zu übertragen, hat sich die aeroponische Befeuchtung über Düsen, im gewerblichen als auch im Hobbybereich durchgesetzt.

Aeroponik–Düsen, aber welche welche ist die richtige?

Um eine wartungsarme Funktion des aeroponischen Düsensystems und die notwendige Tröpfchengröße zu gewährleisten, sollten ausschließlich Nebeldüsen zum Einsatz kommen. Für die notwendige Aerosolgröße / Tröpfchengröße des Sprühnebels der Nährlösung ist zum Einen die Art der Düse als auch der vorhandene Pumpendruck entscheidend. Die Tröpfchengröße im aeroponischen System sollte bei etwa 50 Mikron liegen, was einem Durchmesser von 0,05 mm entspricht.
Nebeldüsen für aeroponische Systeme können alternativ aus Kunststoff oder aus Metall gefertigt sein, wobei Düsen aus Metall vorzuziehen sind. Wir empfehlen für aeroponische Düsensysteme unsere komfortablen Anti-Tropf Nebeldüsen der Größe 0,3 mm.
Anti-Tropf Nebeldüsen aus Metall sind langlebiger, komfortabler im Handling (z.B. Reinigung) und beständiger gegenüber hohem Druck und gegenüber dem Medium, der Nährlösung.

Aeroponik-Pumpen: Hochdruck oder Niederdruck? Die richtige Pumpe fürs aeroponische System.

Für eine optimale Vernebelung der Nährlösung an den bereits genannten Nebeldüsen empfehlen wir einen Pumpendruck zwischen 15 bis 20 bar. Das heißt: wir arbeiten hier mit einem Hochdrucksystem. Die Zerstäubungsleistung an der Nebeldüse ist abhängig von der zugeführten Energie, in diesem Fall: der Staudruck / Pumpendruck. Ist der Druck geringer, wie zum Beispiel bei Niederdrucksystemen mit 2-5 bar, dann findet aufgrund der fehlenden Energie keine optimale Vernebelung statt.
Da aeroponische Systeme üblicherweise in einem geschlossenen Kreislauf betrieben werden und die Pumpe die von den Pflanzenwurzeln abtropfende Flüssigkeit über den Sammelbehälter wieder ansaugt, ist der Einsatz eines Pumpen-Vorfilters unabdingbar, da sonst eventuell Wurzelreste oder Sedimente wieder an die Düsen gespült werden können.

Aeroponik-Steuerung, wie mache ich das?

Aus unserer Sicht und nicht zuletzt aus Erfahrung können wir ausschließlich zu einer Zeitsteuerung im Intervall raten. Da es sehr wichtig ist, dass die Pflanzenwurzeln nicht abtrocknen bzw. an Nährstoffmangel leiden, sollten die Sprühintervalle in Sekunden, und die Ausschaltzeiten (Pause) maximal im Bereich bis zu 5 Minuten gewählt werden. Zur Steuerung kann hierbei ein Multi-Funktions Timer mit Intervallfunktion zum Einsatz kommen. Dieser kann flexibel programmiert werden und bietet genau die notwendige Taktung um das aeroponische System optimal zu steuern.

Aeroponic-Zubehör, Düsen und Schläuche optimal installieren.

Aeroponische Systeme werden üblicherweise in Boxen, Röhren oder Wannen aus Kunststoff kultiviert und daher gestaltet sich die Montage der Aeroponik-Düsen recht einfach. Grundsätzlich können die Schläuche innerhalb als auch außerhalb der Behälter montiert werden, wobei wir Verlegung außerhalb des Wurzelraumes empfehlen. Zur Düsenbefestigung bieten wir deshalb spezielle Düsenträger mit Kugelgelenk und Wanddurchführung an, welche fest im Behälter verschraubt werden können und die Nebeldüse im Inneren des Behälters zusätzlich noch flexibel justierbar bleibt. Bis zu einer Düsenanzahl von etwa 50 Stück kann dabei lebensmittelechter Druckschlauch 6 mm eingesetzt werden.
Um ein homogenes Sprühbild und gleichmäßige Druckverhältnisse der Nebeldüsen im aeroponischen System zu gewährleisten, empfehlen wir den Aufbau einer Ringleitung.

Nebeleffekte mit Wassernebel

Egal ob in der Landschaftsgestaltung, im Gartenbau, bei Messepräsentationen oder im Freizeitpark: Nebeleffekte durch die Feinstzerstäubung von Wasser sind eine Attraktion für Besucher und Gäste. Nebeleffekte mit Wasser, welches über Hochdruckdüsen feinst zerstäubt wird, bietet nicht nur eine visuelle Attraktion sondern arbeitet energiesparend, ökologisch sinnvoll und verbessert die klimatischen Umgebungsbedingungen am Einsatzort (Stichwort: Wasserfall-Feeling).

Um Nebeleffekte mit Wassernebel zu erzeugen, benötigt es in den meisten Fällen eine individuelle Auslegung des Hochdruck-Nebelsystems, für welche wir Ihnen gern zur Verfügung stehen.
Unsere Düsentechnik bietet zum Beispiel spezielle Düsenverteiler für visuelle Nebeleffekte an, welche den Wassernebel als Nebelwolke, Nebelwand oder flächig darstellen können. Wir bieten zur Verlegung der Düsenzuleitung wahlweise Edelstahlrohr oder auch extrem druckbeständigen Hochdruckschlauch an, welcher eine flexible Verlegung des Düsensystems, auch im Außenbereich, ermöglicht. Die Hochdruckverbindungen können als Stecksystem oder mittels Edelstahl-Rohrverschraubung ausgeführt werden.
Zudem können wir im Bereich Edelstahl auch jegliche Art von Designelementen mit integrierter Nebeltechnik nach Kundenvorgabe fertigen.

Für eine kostenfreie Vorab-Beratung für Ihr individuelles Wassernebel-Projekt senden Sie uns einfach eine Email, am Besten mit folgenden Angaben:

  • kurze Projektbeschreibung
  • örtliche Gegebenheiten (Wasserversorgung, Strom)
  • bestenfalls Planungsunterlagen o. Fotomaterial
  • eingeplantes Budget

Wir liefern Ihnen ein auf Ihre Aufgabenstellung zugeschnittenes Hochdruck-Nebelsystem und stehen bei Fragen zur Installation gern zur Seite.

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